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Gestapelte Paletten mit gebündelter Ware in einer Lagerhalle

Case Study

Palettenoptimierung bei der Drahtmüller GmbH

Drahtmüller GmbH / Lichtgitter-Gruppe – Palettenoptimierung & Logistiksoftware via adept&

Drahtmüller produziert Gitterdrähte nach kundenindividuellen Maßen. Dadurch entstehen auch bei den Versandpaletten stark variierende Anforderungen, da Paletten passgenau zur jeweiligen Produktion gefertigt oder beschafft werden müssen.

adept& entwickelte für diesen Engpass ein kundenspezifisches Palettenoptimierungs-Modul, das direkt an das vorhandene ERP-System angebunden ist und relevante Auftragsdaten automatisiert verarbeitet. Die Case Study zeigt exemplarisch, wie sich operative Sonderlogik digital abbilden lässt, ohne die bestehende Systemlandschaft abzulösen.

Ausgangssituation

Jeder Auftrag ein Einzelfall

Bei Drahtmüller musste für viele Kundenaufträge individuell entschieden werden, welche Paletten benötigt werden und ob bestehende Varianten wiederverwendet werden können. Da jeder Auftrag andere Abmessungen aufweist, entstand eine hohe Zahl an Sonderfällen, die im Tagesgeschäft manuell bewertet und eingeplant werden mussten.

  • Hoher Planungsaufwand bei jeder neuen Auftragssituation.
  • Fehlende Standardisierung bei wiederkehrenden Palettenmaßen.
  • Hohe Komplexität in Beschaffung und Disposition durch 2.556 aktive Palettentypen.
  • Keine direkte Verbindung zwischen Auftragseingang und Palettenplanung im ERP-System.

Gerade in einem variantengetriebenen Produktions- und Logistikumfeld führt eine solche Struktur schnell dazu, dass operative Entscheidungen unnötig aufwendig, fehleranfällig und schwer skalierbar werden.

Herausforderung

Nicht das ERP fehlte, sondern die Logik davor

Die zentrale Herausforderung bestand nicht im Fehlen eines ERP-Systems, sondern in der fehlenden operativen Logik zwischen Auftragseingang und Palettenentscheidung. Wiederkehrende Maße wurden nicht systematisch als Standardfälle erkannt, sodass viele Vorgänge immer wieder als Einzelfall behandelt werden mussten.

Gesucht war deshalb keine zusätzliche Inselsoftware, sondern eine Lösung, die sich in die bestehende Systemlandschaft einfügt und genau den Prozess digitalisiert, der im Tagesgeschäft den größten Engpass verursacht.

Lösung

Ein Modul im adept&-Gerüst, angebunden per API

Das Modul liest alle relevanten Auftragsdaten automatisiert aus und verarbeitet sie unmittelbar nach Auftragseingang.

Die Kernfunktion berechnet automatisch:

  • Welche Standardpaletten verwendet werden können.
  • Welche Sonderpaletten gefertigt werden müssen.
  • Wie viele Einheiten pro Typ benötigt werden.

Die entscheidende Logik

Ab einer Mindestbestellmenge von fünf identischen Maßen klassifiziert die Software eine Palette automatisch als Standardpalette und führt sie dauerhaft im Sortiment.

Seltener auftretende Maße werden weiterhin als Sonderpaletten behandelt, durch die neue Systematik jedoch deutlich strukturierter abgebildet.

Vorgehen

In klaren Schritten umgesetzt

Das Projekt folgte dem allgemeinen Vorgehensmodell von adept&.

  1. 01

    Analyse

    Der bestehende Prozess vom Auftragseingang bis zur Palettenentscheidung wurde detailliert aufgenommen: Auftragsdaten, Entscheidungsregeln, Maßlogiken und Schnittstellen im operativen Ablauf.

  2. 02

    Konzept

    Darauf aufbauend entstand ein Lösungsdesign, das sowohl die fachliche Logik für Standard- und Sonderpaletten als auch die technische Integration in die bestehende ERP-Landschaft berücksichtigt.

  3. 03

    Entwicklung

    Das kundenspezifische Modul wurde innerhalb des adept&-Gerüsts entwickelt. Im Fokus stand nicht eine allgemeine Standardfunktion, sondern die präzise digitale Abbildung des tatsächlichen Fachprozesses.

  4. 04

    Integration

    Anschließend wurde das Modul an das ERP-System angebunden, sodass relevante Auftragsdaten automatisiert übernommen, verarbeitet und in den bestehenden Prozess zurückgeführt werden.

Ergebnis

Aus manueller Bewertung wird ein strukturierter Prozess

Mit dem neuen Modul wurde die zuvor manuelle Palettenlogik in einen klar strukturierten, systemisch unterstützten Prozess überführt. Wiederkehrende Maße können automatisiert erkannt und als Standardfälle behandelt werden, während Sonderfälle gezielter und nachvollziehbarer gesteuert werden.